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6 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 17. Juli 2026

Pullkick vs. reiner Pull Buoy: wann du welches Tool nutzen solltest

Pull Buoy und Schwimmbrett nebeneinander am Beckenrand eines Hallenbads.

Wenn du unseren Pullkick-Ratgeber kennst, weißt du: Der Pullkick ist ein Hybrid aus Pullbuoy und Schwimmbrett. Doch heißt das, dass der klassische, reine Pull Buoy überflüssig ist? Nein – die beiden Tools haben unterschiedliche Stärken.

Der Unterschied liegt im Auftrieb und in der Körperlage, die sie erzeugen. Wer das versteht, wählt gezielt statt zufällig – und trainiert damit genau das, was er gerade verbessern will.

Der reine Pull Buoy: maximaler Auftrieb, klare Isolation

Ein klassischer Pull Buoy hat mehr Volumen und sitzt hoch zwischen den Oberschenkeln. Er hebt die Hüfte kräftig an, legt die Beine still und lässt dich die Beinarbeit komplett vergessen. Das ist ideal, wenn du dich voll auf Catch, Zugmuster und Rotation konzentrieren willst.

Der große Auftrieb hat aber eine Kehrseite: Er kann eine schwache Wasserlage verdecken. Wer nur mit viel Auftrieb flach liegt, merkt nicht, dass ohne Hilfsmittel die Hüfte absinkt.

Der Pullkick: realistischere Lage, doppelte Funktion

Der Pullkick ist kompakter und gibt weniger Auftrieb. Als Pullbuoy genutzt liegt deine Hüfte etwas tiefer – näher an der echten Schwimmposition. Das macht das Armtraining anspruchsvoller, aber übertragbarer.

Sein zweiter Vorteil: Du kannst ihn im selben Set als Schwimmbrett greifen und nahtlos zwischen Pull- und Kick-Fokus wechseln, ohne das Gerät zu tauschen.

Wann welches Tool?

Als Faustregel: reiner Pull Buoy für maximale Isolation und Krafttechnik am Zug, Pullkick für alltagsnahe Wasserlage und flexible Wechselsets.

  • Reiner Pull Buoy: lange Pull-Sets, Fokus auf Catch und hohen Ellbogen, Kraftausdauer im Zug.
  • Pullkick: kombinierte Pull-und-Kick-Sets, realistischere Hüftlage, weniger Gepäck in der Tasche.
  • Beide sparsam einsetzen: Hilfsmittel sind Werkzeuge für Abschnitte, kein Dauerersatz für sauberes Schwimmen ohne Auftrieb.

Der wichtigste Grundsatz: nicht die Wasserlage kaufen

Egal welches Tool: Der Auftrieb darf keine Technik ersetzen, die du ohne ihn nicht hast. Schwimme regelmäßig Abschnitte ganz ohne Hilfsmittel, um zu prüfen, ob deine Wasserlage auch ohne fremden Auftrieb trägt.

Genau dafür ist der etwas geringere Auftrieb des Pullkicks nützlich: Er liegt näher an der Realität und deckt Schwächen eher auf, statt sie zu verstecken.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Pullkick und Pull Buoy?
Ein reiner Pull Buoy hat mehr Volumen und Auftrieb und ist nur fürs Armtraining gedacht. Der Pullkick ist kompakter, gibt weniger Auftrieb (realistischere Hüftlage) und funktioniert zusätzlich als kleines Schwimmbrett fürs Beintraining.
Soll ich als Anfänger Pullkick oder Pull Buoy kaufen?
Wenn du nur ein Tool willst, ist der Pullkick vielseitiger, weil er beide Funktionen vereint. Für reines, stark isoliertes Armtraining mit viel Auftrieb ist ein klassischer Pull Buoy angenehmer.
Verdeckt ein Pull Buoy Technikfehler?
Ja, das kann passieren. Der starke Auftrieb hebt die Hüfte und lässt dich flach liegen, auch wenn deine Wasserlage ohne Hilfsmittel absinkt. Deshalb regelmäßig Abschnitte ohne Auftrieb schwimmen.
Wie oft sollte ich mit Auftriebshilfen trainieren?
Als gezieltes Werkzeug in ein bis zwei Technikeinheiten pro Woche, jeweils für bestimmte Abschnitte. Sie ersetzen nicht das Schwimmen ohne Hilfsmittel, sondern ergänzen es.